Alles hat ein Ende…

… und auch IronMarkus hat eins.

Ein paar Wochen sind seit der Fertigstellung des Projektes vergangen. Ich habe mich lange davor gedrückt, aber nun werde ich mich mit diesem Blogeintrag von euch verabschieden. Zunächst möchte ich euch noch die versprochenen Bilder von der Lite-Version meines Anzugs zeigen und ein paar Bilder, als ich Karneval damit unterwegs war.

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Der Termin mit Audi ist leider nicht so gut verlaufen. Statt dem „IronMarkus fährt R8 und macht als Abschluss ein Fotoshooting“ wurde leider nur ein „IronMarkus macht Fotoshooting“.

Ich überlege momentan noch was ich mit dem Anzug mache und schwanke noch zwischen Verkaufen und in die Wohnung stellen. Vielleicht besuche ich damit  auch Kinder-Krankenstationen oder sowas. Ich bin in Vollmontur halt leider etwas unbeweglich und kann keine große Show damit machen. =)

Viele haben mich nach meinem nächsten Projekt gefragt, ich werde so etwas großes aber sicherlich nie wieder machen. Vielleicht versuche ich mich an einem etwas kleineren Projekt, dem Hexenkönig von Angmar (aus Herr der Ringe), das wäre sicherlich was für Halloween:

Hexenkönig

Dies war mein erster Blog, ich hoffe er hat euch gefallen. Falls ich irgendwann mal ein Haus baue, eine Weltreise mache oder der nächste Popstar bin, werde ich wahrscheinlich wieder einen schreiben :D.

Zuletzt (eigentlich vorletzt) möchte ich mich noch bei einigen Personen ganz besonders bedanken, ohne die IronMarkus niemals realisierbar gewesen wäre. Dazu gehören Jani, Sebi, Maren, Peter, meine Geschwister und ganz besonders meine Eltern die mir wortwörtlich Haus und Hof zur Verfügung gestellt haben. In meiner Wohnung wäre es unmöglich gewesen.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Lesern dieses Blog bedanken. Ohne euch hätte ich sicherlich nicht den Ansporn gehabt das alles bis zum Ende durchzuziehen. Irgendwann zwischen der 300 und 400sten Stunde Schleifen hätte ich wahrscheinlich heulend aufgegeben. 😀

Um die letzten Worte meines Blogs habe ich mir einige Gedanken gemacht. Ich möchte abschließen mit einem abgewandeltem Zitat von Tony Stark:

Ich bin IronMarkus

 

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Die Ereignisse überschlagen sich

Die Ereignisse der letzen paar Tage haben sich sozusagen überschlagen, ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr raus :DDD

Eigentlich hat alles am Dienstag angefangen, als mich mein Vater beim Kaffeetrinken fragte, ob ich nicht mal an eine Zeitung oder so schreiben will. Die Story wär doch bestimmt der Hit.

Ganz ehrlich hatte ich nocht gar nicht drüber nachgedacht, also gesagt getan, ich schrieb zwei Mails an die Rheinische Post und an den Extra Tipp. Ich schickte ein paar Infos vom Projekt, mit dem Verweis auf meinem Blog, wo sie sich die Bilder und Videos anschauen konnten. Außerdem habe ich mir direkt gedacht, ich könnte ja auch mal 2 oder 3 Audi-R8 Händler anschreiben, ob Sie mir nicht ein Auto zur Verfügung stellen könnten. IronMan fährt im Film ja schließlich auch einen, und daher würde das ja wunderbar passen.

Was dann folgte hätte ich mir in meinen künsten Träumen nicht ausgemalt.

Am nächsten Morgen (Mittwoch) bekam ich von der Rheinischen Post die Rückmeldung, dass mein Kostüm bei der Redaktion große Begeisterung ausgelöst hat, man möchte die Story gerne in den nächsten Tagen persönlich besprechen, der Termin wurde direkt auf Donnerstag festgelegt. Nur einige Stunden später habe ich die Rückmelding von Extra-Tipp bekommen. Da ich aber schon bei der Rheinischen Post zugesagt hatte, wäre die Story erst zwei Tage später rausgekommen, was dann ausgesehen hätte, als wäre es abgeschrieben.

Am Donnerstag kamen dann ein Reporter und eine Fotografin zu mir und staunten nicht schlecht als ich Ihnen als IronMarkus die Tür aufgemacht habe. Nachdem Sie dann einige Fotos und Videos gemacht hatten, habe ich das Kostüm abgelegt und wir unterhielten uns recht lange, ich hatte ja auch einiges zu erzählen. ^^

Anschließend habe ich dann etwas fertig gestellt, was ich bisher noch gar nicht erwähnt habe: Die Lite-Version des Anzugs, die auch karnevals-, kneipen-, und biertauglich ist. 😀

Dazu habe ich einen 30 Euro Ebay IronMan-Stoff-Anzug genommen und die Stelle des Arc Reaktors durch meinen richtigen Arc Reakor ersetzt. Dazu ziehe ich dann Helm und Hände an, und schon ist das Kostüm fertig. Die Bilder dazu kommen im nächsten Update.

Damit bin ich dann Altweiber abends durch die Kneipen gezogen und ich muss sagen, ich fühlte mich wie ein Promi. Egal wo ich war, ich wurde von Leuten angesprochen, ich sollte Bilder machen und hunderte Male (gefühlt ^^) mein Visier öffnen und schließen. Die Frage des Abends war: „Wie teuer war das und wo kann ich das kaufen?“ 😀 Es war mir schon etwas unangenehm weil Freunde von mir die auch sehr aufwändige und coole Kostüme hatten nicht die Beachtung kamen, die sie verdienten…

Am Freitagmorgen ging es dann erst so richtig los. Der Bericht war in der Zeitung und im Internet erschienen und hat sich ziemlich schnell in meiner Facebook-Freundesliste verteilt, hier der Link dazu:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/ironmarkus-wird-zum-superhelden-aid-1.4070021

Kurz nachdem ich wach war, habe ich eine Email von einem Audi Autohaus. Diesem hatte ich am Dienstag geschrieben, wegen dem R8. Kurz gefasst schrieb mir das Autohaus ich hätte die Verkaufsleitung „mehr als beeindruckt“, man würde gerne einen Termin machen um die weiteren Schritte zu besprechen. Audi würde mich gerne bei meinem Traum unterstützen einen R8 zu fahren. Im anschließenden Telefonat haben wir einen Termin für nächsten Mittwoch festgelegt, dann werde ich Teile meines Kostüms mitnehmen und einigen Leuten vorstellen, außerdem zeigt man mir einen R8 den das Autohaus momentan im Programm hat. Sollte er nicht rot-gold lackiert sein, werde ich natürlich ablehnen 😀

Kurz nachdem ich aufgelegt hatte bekam ich bei Facebook eine Nachricht von Welle Niederrhein (einem Radiosender hier in der Region). Eine Mitarbeiterin bat mich um ein Interview. Schon zwei Stunden später haben wir uns getroffen und über mein Projekt gesprochen. Meine Nervösität war mir während des Interviews natürlich kaum anzumerken *hust* :D. Es soll an Rosenmontag (morgens) gesendet werden und etwa zwei Minuten dauern. Den Link reiche ich hier natürlich nach.

Mir fällt gerade auf, dass dies der erste Blogeintrag ohne Bilder und Videos ist. Das geht so nicht, also schnell noch ein Bild vom R8 im IronMan Style:

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IronMarkus in Action

Im heutigen Update soll es um die Augen und deren Einbindung in die Helmsteuerung gehen, außerdem habe ich die LEDs in die Hände gebaut und die entsprechenden Schalter versteckt. 😀

Zunächst mal ein Video der fertigen Elektronik:

Wie schafft man es, dass die Augen leuchten und man von Innen aber nicht von Außen durchschauen kann. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze mit LEDs und Leuchtstreifen, ich habe mich für folgende Lösung entschieden:

Jedes Masken-Auge wird indirekt mit vier LEDs bestrahlt. Dazu werden die LEDs innen unter die Augen geklebt, die aus einem Sonnenbrillenglas mit aufgeklebten Mosquitonetz bestehen. Das ganze sieht dann folgedermaßen aus:

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Nun zur eigentlichen Steuerung:

Wenn das Visier geschlossen wird sollen die Augen nach 0,5 Sekunden angeschaltet werden. Wenn das Visier geöffnet wird, sollen vorher die LEDs wieder ausgehen. Hierzu müssen die LEDs am Arduino angeschlossen werden.:

Den Schalter um das Visier – und damit auch die Augen – zu steuern muss ich natürlich auch irgendwo unterbringen. Ich will mir ja schließlich nicht irgendwo an den Helm fassen um das Visier zu betätigen, also habe ich mit einen kleinen Schalter in die Hand gebaut. Nun muss „nur noch“ alles zusammen inkl. Batterien im Helm verstaut werden.

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Ich habe 12 mal AA Batterien in Reihe geklemmt (18 Volt) die gehen über einen Auto-USB Adapter in die USB Buchse vom Arduino (5 Volt durch den Adapter). Dazwischen kommt noch ein Schalter, damit ich den Helm auch in den Stand-By bekomme.

Für die Hände habe ich jeweils LEDs in die vorbereiteten Löchter geklebt und mit einer Plexiglasscheibe verdeckt. (Danke nochmal an Sebi für die Scheiben 🙂 ) Die Batterien kommen in die Unterarme, der Schalter ist ein Taster, der in der Handfläche über dem Knöchel am Mittelfinger sitzt.

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Aus der linken Hand gehen vier Kabel in den Unterarm, zwei für die Batterien der Beleuchtung, und zwei für den Schalter des Helms.

Zum Schluss möchte ich nochmal dem Jani danken, der sich (schon wieder) einen Samstag Mittag mit mir um die Ohren geschlagen hat. 🙂

Die Lackierung ist vollbracht

Inzwischen habe ich alle Teile lackiert. Ich möchte gar nicht drum rum reden, hier kommen die Bilder.

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Momentan habe ich noch zwei Probleme:

1. Die Helmmotoren wollen nicht über den Batteriebetrieb laufen, sondern nur über den USB Strom ^^

2. Der Tragekomfort lässt stark zu wünschen übrig. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es kein Kostüm sein wird, mit dem man Karneval den ganzen Tag rumlaufen kann. Aber als Standfigur irgendwo rumstehen ist auch irgendwie blöd. Ich hoffe ich bekomme dies in den nächsten Tag mit viel Polstern und Einstellen hin.

Außerdem muss ich noch die LEDs samt Schalter in die Handflächen basteln, das ist aber eher zweitrangig…

Karnveal rückt immer näher, ich bräuchte noch eine Woche Urlaub 😀

Der Tag an dem Ironmarkus explodierte

Ich hatte die letzte Woche Urlaub und habe jeden Tag an meinem Projekt gearbeitet, daher gibt es so einiges zu berichten, was ich aber auf verschiedene Updates aufplitten werden.
Heute gibt es nur ein kurze Statusmeldung.

Der Helm ist nun komplettiert, indem ich die beleuchteten Augen eingebaut und an die Helm-Steuerung gekoppelt habe (hierzu später mehr in einem anderen Update).

Ich habe die Übergänge an den Gelenken (Knöchel, Knie, Ellenbogen) und den Hals fertig gestellt (aus dem besagten roten Kompensatorenstoff). Auf dem Bild sieht man die oben links.

Die Halterungen vom Bruststück und den Oberschenkeln ist fertig.

Außerdem habe ich nun alle Teile mindestens einmal grundiert und teilweise schon lackiert. Hier zwei aktuelle Fotos, das rot kommt leider durch die Handykamera schlecht rüber, es ist eigentlich viel knalliger und glänzender:

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Ich plane bis Sonntag Abend zu 99% fertig zu sein, und danach nur noch Kleinigkeiten zu erledigen. In den nächsten Tagen werden weitere Updates folgen 🙂

Grundieren

Ich habe mitlerweile damit begonnen die ersten Teile zu grundieren, es gibt dabei zwar nicht allzuviel zu beachten, aber dennoch ist es nicht gerade einfach.

Vor dem Grundieren habe ich die Teile mit 240er Schleifpapier vorbereitet, anschließend mit klarem Wasser gereinigt und mit einem Tuch vom letzten Staub befreit. Das ist wichtig damit die Grundierung auch später hält.

Ich habe mich für die Spraydosen-Lösung entschieden weil dies am schnellsten geht, und es zudem auch schön gleichmäßig ist. Ganz konkret habe ich dies benutzt: Auto-K Filler Haftgrund Grundierung rot (400ml). Wie das anzuwenden ist, kann man der Dose entnehmen, genaueres findet man aber überall im Internet.

Vor dem Sprühen sollte man die Dose 2 Minuten lang schütteln, nach dem Sprühen sollte man die Dose – falls sie nicht leer ist – mit dem Sprühkopf nach unten halten, damit man die Düse leer sprüht und nichts verklebt.

Zwischen diesen beiden Schritten kommt aber das eigentlich Interessante, wobei man viel Fingerspitzengefühl beweisen muss:

Man muss einen Abstand von 25cm einhalten und genug sprühen, damit es deckt, aber nicht zuviel, sonst bilden sich die berühmten „Nasen“. Fangt also mit den kleinen und einfachen Teilen an, Übung macht auch hier den Meister 😉 Sprüht lieber zu wenig, man kann einfach noch ein zweiten Sprühgang einlegen, das Wegschleifen ist deutlich aufwändiger.

Die Grundierung ist nach 20 Minuten trocken und nach einer Stunde grifffest, also kann man schnell viele Teile bearbeiten.

Nachdem ersten Gang findet man einige Stellen, an denen die Grundierung nicht ganz deckt, an denen sich Nasen gebildet haben, an denen ihr kleine Löcher übersehen habt oder wo vorher zu grob geschliffen war.

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Bei der gleichmäßigen Fläche fallen diese Stellen nun besonders gut auf. Diese könnt ihr dann nochmal bearbeiten bevor der zweite Sprühgang erfolgt.

Anschließend sieht das ganze dann etwa so aus:

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Bei der Grundierung, die ich verwendet habe steht bei, dass man vor dem Lackieren mit 400er Schleifpapier nass schleifen soll. Dies werde ich genau so machen, das Papier habe ich mit schon bei Amazon bestellt. Tut euch den gefallen und kauft sowas nicht im Baumarkt, dagegen sind Apotheken so billig wie Kik – Filialen 😀

Auch noch ein kleiner Tipp, falls ihr mit einer Schleifmaschine arbeiten solltet. Hier gibt es sehr güntig Schleifpapier-Meterware (die mit Klettrücken), die Ihr euch selbst für eure Maschine zurecht schneiden könnt: http://www.drechselnundmehr.de

Ohren, Gelenke und Helm – Einstieg

Im heutigen Blog-Beitrag soll es um drei weitere „Problemstellen“ gehen, denen ich mich im Laufe des Bastelns stellen musste:

Ohren und Helm Einstieg

Die Ohren sind in der Vorlage hohl, was für das Auskleiden mit Glasfaser (wie auch bei den Schuhen) schlecht ist. Also habe ich mich (wie auch bei den Schuhen ^^) entschlossen diese massiv zu machen. Dazu kam, dass ich die Ohren demontierbar machen wollte um den Helm vorher besser schleifen zu können.

Meine Lösung sah folgendermaßen aus:

Mit einem Kronenbohrer habe ich eine Scheibe aus einer Holzplatte geschnitten. Mittig ein kleines Loch rein und ein größeres an der gleichen Stelle, um eine Schraube zu versenken. Das restliche große Loch mit Harz aufgefüllt und schließlich verspachtelt. So lassen sich also die Ohren mit dem Helm verschrauben. Das ganze sieht dann so aus:

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Außerdem sieht man auf den Bildern schon, dass ich das Nackenstück des Helms demontiert habe. Da der Helm im kompletten Zustand nicht über meinen Kopf passt, habe ich den Helm an dieser Stelle geteilt. So machen es fast alle die den Helm bauen (und auch anziehen wollen)

Gelenke

Einige Teile brauchen starke Gelenke, weil sie ziemlich stark beansprucht werden. Hierzu gehöhren die Ellenbogen und Knie.

Hierbei habe ich auf einige der wenigen Edelstahl-Teile gesetzt. Die habe ich mit Glasfaser in die schon vorher fertigen Teile geklebt. Da jedes Knie und jeder Ellenbogen jeweils zwei Gelenke hat, ist es wichtig, dass diese parallel zueinander sind, weil das Teil ansonsten beim Bewegen klemmen würde. Ich habe das gelöst, indem ich durch die Löcher eine Gewindestange geschoben und jedes Gelenk mit zwei Schrauben fixiert habe.

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Anschließend kann man das Gelenk-Gegenstück in das andere Bein-Teil montieren und hat so später ein super Gelenk 🙂

Karneval ist in fünf Wochen, ich hoffe ich fange nächste Woche mit dem Lackieren und der Beleuchtung an.

P.S. Im Moment lasse ich mir schon einen Vollbart stehen, den werde ich dann zum Tony Stark Bart formen, wenn es soweit ist 😀

P.P.S. Kennt zufällig jemand die RAL Farbtöne (rot und gold) vom Kostüm? 😀